Martin-von-Tours-Schule · Eduardstr. 6 · 45468 Mülheim an der Ruhr
Stellungnahme zum Projekt: „Gesunde Ernährung”
Das Projekt „Gesunde Ernährung” startet mit einem offenen Elternabend, der der Krankenkasse GEK und der Fa. Edeka die Möglichkeit gab, ihre Unterstützung des Projektes vorzustellen.
Die Ökotrophologin Frau Heike Stumpf verstand es, alle Eltern in ihrem Vortrag einzubinden, indem sie jederzeit Fragen und Wortmeldungen der interessierten Eltern zuließ und fundiert für eine Informations-
weitergabe sorgte. Gemüsesticks und Obststückchen, die vorbereitet waren und von den Eltern probiert werden konnten, rundeten diesen Abend durch die Darbietung verschiedener Variationsmöglichkeiten gesunder Nahrungsmittel ab.
Durchführung des Projekts „Gesunde Ernährung“
Das Projekt „Gesunde Ernährung“ wurde mit Kindern der 3. Schuljahre durchgeführt.
Zunächst wurde den Drittklässlern im Unterricht die Aufgabe gestellt, gesunde/nicht gesunde Lebensmittel zu finden und diese passend in eine Tabelle einzuordnen. Dabei wurde deutlich, dass hierüber teilweise Unkenntnis bestand.
An dem Tag nach dem Elternabend wurde für die Schüler ein gesundes Frühstück vorbereitet. Dieses fand bei allen Kindern großen Anklang.
Teilnehmer am Aktionstag waren die beiden 3. Schuljahre der Martin-von-Tours-Schule und eine 3. Klasse der Muhrenkampschule mit ihren jeweiligen Klassenlehrerinnen.
Bei dem circa zweieinhalbstündigen Programm wurden aus organisatorischen Gründen die drei Klassen in zwei Gruppen aufgeteilt: Während eine Gruppe mit dem lebensmittelkundlichen Anschauungsunterricht bei Frau Diplom-Ökotrophologin Heike Stumpf begann, der im Rahmen eines Stuhlkreises durchgeführt wurde, hatte die andere Gruppe Gelegenheit, sich in der Turnhalle einen Film anzuschauen und ein Bewegungsprogramm/Bewegungsspiele durchzuführen. Anschließend tauschten die Gruppen.
Der Anschauungsunterricht startete mit einer Befragung der Kinder zu deren Frühstücks-/Essgewohnheiten.
Anhand einer vorgestellten übersichtlichen Lebensmittelpyramide (von der jedes Kind ein Exemplar mit nach Hause nehmen konnte) erfuhren die Schülerinnen und Schüler auf anschauliche Weise:
· über den Begriff der Portion ( = eine Hand voll)
· über die Einteilung der Lebensmittel in sechs große Gruppen (Flüssigkeit, Getreideprodukte, Obst/ Gemüse, Milch und Milchprodukte, Fette + Fleisch oder Fisch, Süßigkeiten) und über den täglichen Bedarf daran von unten (Flüssigkeit) nach oben (Süßigkeiten) abnehmend.
Auch hierüber, das ergab die vorherige Befragung, schienen nicht bei allen Kindern gesicherte Vorkenntnisse vorhanden gewesen zu sein.
Spielerisch, d.h. in Form des Ertastens aus einem abgedeckten Korb heraus sollten die Kinder einzelne Gemüse- und Obstsorten erraten. Hier stieß man ebenso auf Wissenslücken, beispielsweise dass Gemüsesorten wie Fenchel, Sellerie und Auberginen nicht bekannt waren.
Weiter hatten die Kinder Gelegenheit, Gemüse- und Obstsorten über den Geruchssinn wahrzunehmen.
Zum Zweck der Sichtbarmachung von verstecktem Zucker in Süßigkeiten und süßen Getränken wurde auf Ausstellungstischen neben diese Lebensmittel die darin enthaltene entsprechende Zuckermenge in Form von Würfelzucker gelegt. Diese Demonstration stieß erwartungsgemäß auf großes Interesse und Erstaunen bei den Kindern.
Das zum Verzehr angebotene Obst und Gemüse erfreute sich großer Beliebtheit.
Dies dokumentiert auch ein Artikel in der „Mülheimer Woche“, der Anfang April (Ausg.252) erschienen ist.
Bei dem erwähnten Film, der in der Turnhalle vorgeführt wurde, handelte es sich um eine Darstellung der Verdauungsprozesse im Körper. Über die Darstellungsweise, nämlich die Verdauungsorgane sprechen zu lassen, waren die Kinder amüsiert, so dass sie sich die Vorgänge bei der Verdauung gut einprägen konnten.
Anhand von entsprechenden Bewegungsspielen wurde den Kindern die Notwendigkeit von Bewegung für den Körper veranschaulicht.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sich insgesamt um eine sehr positive Aktion gehandelt hat, bei der viel Aufklärungsarbeit geleistet worden ist und die den Kinder Spaß gemacht und sie sensibilisiert hat für bewusste Ernährung.
Insgesamt entstand für die Lehrer auch nach der Unterrichtsstunde zum Thema Ernährung, die mehrere Wochen nach dem Aktionstag stattfand (Durchführung durch Frau Stumpf) , der Eindruck, dass die Aktion einen hohen Lerneffekt hatte und die Lerninhalte auch verinnerlicht wurden. Somit kann man sagen, dass das Motto 5 x 5 (d.h. 5 Portionen Obst an 5 Schultagen) weitgehend umgesetzt wurde.
Mülheim an der Ruhr, Mai 2007 A. Hartmann, Konrektorin
