Rückblick, April 2020

 

In den letzten Monaten ist es etwas ruhiger geworden um platin-e und die Präsenz des Mediennetzwerkes z.B. in Form von Angeboten. Das hatte überwiegend den Grund, dass ich für mein Studium (Angewandte Kognitions- und Medienwissenschaften an der Uni Due, kurz KOMEDIA) meine Prüfungen geschrieben habe. 

 

Im letzten Jahr habe ich mich entschieden, ein Studium zu beginnen, um mich auf die Themen „Digitalisierung”, „digitales Marketing” und „digitale Medien” zu fokussieren. Das Studium hat seine 2 Schwerpunkte im Bereich Informatik und Psychologie, es geht also um die Schnittstelle „Mensch - Computer” und paßt genau zu meiner zukünftigen Ausrichtung, sowie zu meinem bisherigen Werdegang als Grafikerin. Da ich das Studium nicht in der Regelstudienzeit von 3 Jahren absolvieren muß, kann ich meine Selbständigkeit, Familie und Studium gut miteinander verbinden. Daher bin ich auch, nach wie vor, auf Aufträge seitens meiner Kunden angewiesen – ich und meine Familie leben ja schließlich davon.

 

Das Studium macht mir sehr viel Spaß, auch wenn ich anfangs etwas Angst hatte, mich in meinem Alter (44) in einen Hörsaal zu setzen. Meine Kommilitonen akzeptieren mich, und ich habe auch ein paar Mitstudenten gefunden, mit denen ich mich privat angefreundet habe. 

 

Insgesamt bin ich sehr froh über diese neue Erfahrung und bin gespannt, wie es jetzt im Sommersemester weitergehen wird. Die Uni Duisburg-Essen möchte in der jetzigen Corona-Zeit keine Präsenzveranstaltungen abhalten, dafür setzt sie verstärkt auf E-Learning und Selbststudium. Momentan gibt es dazu aber noch keine konkreten Pläne. Ich nehme an, die Mitarbeiter der Uni arbeiten mit Hochdruck an einer technischen Lösung für die vielen Studenten in Duisburg und Essen.

 

Mein Ziel ist es, langfristig selbständig zu bleiben, mich dann aber auch als Unternehmensberaterin zu betätigen. Die Beratungen werden kleine und mittlere Unternehmen in die Digitalisierung begleiten, die ja immer mehr Einzug erhält und auch aus vielen Gründen heraus, sehr sinnvoll ist, Ressourcen schont und neue flexible Lösungen in fast allen Lebensbereichen anbietet. 

 

Gerade momentan, in der Corona-Krise, bekommt diese Entwicklung eine ganz neue Bedeutung und auch einen erheblichen Entwicklungsschub. Es ist interessant, wie offen sich die, vorallem älteren Menschen zeigen, wenn sie erst einmal gezwungen sind, sich über die digitalen Kanäle zu organisieren und in den sozialen Austausch zu treten. Aus meinem Familienumfeld weiß ich, dass meine Eltern und Schwiegereltern (alle 70 +) mittlerweile gerne Skypen und darüber z.B. den Enkeln abends vorlesen. Das finde ich schon bemerkenswert und man kann erahnen, wohin uns die Reise in der Zukunft führen wird. 

 

In Zukunft werden fast alle Bereiche digitalisiert werden – alle Zielgruppen von jung bis alt werden sich darüber verbinden, bilden und neue Arbeitsituationen schaffen oder auch einfach nur die Freizeit gestalten.

 

Die Entwicklungsmöglichkeiten für mich als Unternehmerin und Studentin sind also riesig und sehr spannend!